Am Samstag, 09.06.2018, traf sich um 6:00 Uhr morgens eine insgesamt achtköpfige Delegation vor den Türen des Gymnasiums, um zwei Autos mit Lego-Materialien und Laptops vollzuladen, die ab 7:30 Uhr in Hannover bei der World-Robot-Olympiade zum Einsatz kommen sollten. Es sollte ein ereignisreicher Tag werden.

Zunächst musste in einer 150-minütigen Bauphase der Roboter aus Einzelteilen vor Ort komplett neu zusammengesetzt werden. Anschließend galt es, das zuvor geschrieben Programm zu testen und an die Bedingungen vor Ort anzupassen, bevor der erste Wertungslauf zu absolvieren war. Bei einem solchen Wertungslauf muss der Roboter autonom, also ohne weiteren Eingriff von außen, in 2 Minuten möglichst viele der gestellten Aufgaben lösen.

Bei der WRO gibt es in jedem Jahr eine Überraschungsaufgabe, die den Teams im Vorfeld nicht bekannt ist und die eine Anpassung der Lösung sowohl in algorithmischer als auch in technischer Hinsicht notwendig werden lässt. Die Konzeption des Roboters unseres zweiten Teams störte die gestellte Aufgabe kaum, so dass hier viel Mühe in die Optimierung der Lösungsstrategie investiert werden konnte, so dass sich das Team nach einem unglücklichen zweiten Wertungslauf im dritten Durchgang nochmal steigern konnte:

Auch unseer drittes Team ging konzentriert zu Werke und verfeinerte im Laufe des Wettbewerbs seine Strategie, so dass in allen vier Wertungsrunden Punkte eingefahren werden konnten:

Die Teams haben sich gegenseitig unterstützt und jeweils bei den anderen Teams mitgefiebert, so dass trotz der Wettbewerbssituation eine entspannte und gelöste Stimmung vorherrschte.

Insgesamt waren 17 Teams zum Wettbewerb in der höchsten Altersklasse "Senior" angemeldet gewesen, von denen 15 Teams auch angetreten sind. Damit stand schon vor Beginn fest, dass der zweite Platz zur Qualifikation für das Deutschlandfinale reichen würde, das am 16./17. Juni in Passau stattfindet.

Nach dem ersten Wertungslauf lagen unsere Teams auf den Plätzen 1, 2 und 4 und es zeichnete sich ab, dass die anderen Teams doch größere Probleme hatten, ihren Roboter auf die Situation vor Ort einzustellen. Es zeichnete sich aus, dass der Fokus bei der Entwicklung von Roboter und Algorithmen unserer Teams insbesondere auf den Merkmalen "Robustheit" und "Reproduzierbarkeit" gerichtet worden war.

Beim zweiten Wertungslauf konnte ein Team aus Paderborn einige Punkte gutmachen, so dass wir die Plätze 2, 3 und 4 belegten - immer noch ein sehr beachtliches und nicht von allen vorher erwartetes Zwischenergebnis.

Die Umbauphasen vor dem dritten und vierten Wertungslauf sind mit jeweils nur noch 30 Minuten sehr kurz und erlauben nur noch kleinere Veränderungen oder Optimierungen. Es sollte sich nun also zeigen, welcher Ansatz wirklich tragfähig ist. Bein unserem Team 3 hakte ein Mechniasmus, was den Roboter aus der Spur brachte. Team 2 und 3 jedoch gelang der beste Lauf des Tages und das Team 2 übernahm wieder die Gesamtführung. Und auch wenn im letzten Wertungslauf ein Objekt so unglücklich in das Fahrwerk rutschte, dass der Roboter sich nicht mehr fortbewegen konnte, so stand am Ende der etwas überraschende Tagessieg für unser Team "GymStolz2":

Mit dem Tagessieg ist die Qualifikation für das Deutschland-Finale verbunden. Leider befinden sich jedoch alle Schülerinnen und Schüler in der kommenden Woche auf Studienfahrt. Wir versuchen gerade noch, ob es irgendwie möglich sein wird, ein Team zusammenzustellen, allerdings erscheint dies gerade äußerst schwierig, so dass wir den Startplatz ggf. schweren Herzens wieder zurückgeben müssen.

Alle Schülerinnen und Schüler des Informatik-Kurses von Herrn Möller möchten sich an dieser Stelle auch nochmals beim Förderverein der Schule bedanken, der durch die Übernahme der Startgebühren sowie die Anschaffung der notwendigen Lego-EV3-Sets dieses Projekt überhaupt erst möglich gemacht hat.

   
© (c) Gymnasium Stolzenau 2013, 2014, 2015