Schülerinnen und Schüler programmieren Industrieroboter

Bereits Ende Januar haben insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Stolzenau an einem eigens für sie veranstalteten Kurs zur Programmierung eines Industrieroboters teilgenommen. Der Kurs fand in der Roboterfabrik der Universität Hannover statt. Der Kontakt zur Institutsleitung ergab sich bereits im November, als die beiden Lehrkräfte Christian Möller und Cornelius Henning an einer mehrtägigen Schulung im Rahmen des Roberta-Netzwerks teilnahmen.

Der Roboter-Arm „Franka“, konzipiert und entwickelt von Prof. Sami Hadaddin, der ebenfalls sein Abitur vor mehreren Jahren am Gymnasium Stolzenau erlangt hat, kann den Menschen bei vielfältigen Tätigkeiten unterstützen, um so z.B. die Produktivität zu erhöhen oder Gefahrensituationen zu reduzieren.

Unsere Schülerinnen und Schüler, neun aus der Oberstufe mit Prüfungsfach Informatik sowie vier aus dem Jahrgang 9 mit dem Wahlpflichtkurs „Computer – Technik – Roboter“, erhielten zunächst eine kurze theoretische Einführung in einige Grundbegriffe der Robotik. Dann musste der Roboter zunächst ausgepackt und unter fachmännischer Aufsicht montiert werden, bevor es auch schon an die erste, vermeintlich einfache Transportaufgabe ging: Ein Baustein sollte von einer Position in eine andere gebracht werden.

Weitere kurze Theorie-Inputs bereiteten die nächsten Praxiseinheiten vor, die sich durch steigernde Komplexität auszeichneten. Musste im nächsten Schritt ein Turm gebaut werden, so galt es anschließend, dem Roboter zusätzlich die Position eines nachzufüllenden Magazins von Bausteinen beizubringen, so dass er in die Lage versetzt wurde, Türme von prinzipiell beliebiger Höhe zu bauen, die nur noch durch die Reichweite des Roboter-Arms begrenzt wurden. Aller Schülerinnen und Schüler waren von der Präzision der Bewegungssteuerung sowie von der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse begeistert. „Es wäre schön, wenn unsere Lego-Roboter diese Robustheit bei den Wettbewerben an den Tag legen könnten!“, war ein vielfach zu hörender Wunsch.

Am Nachmittag des zweiten Tages begannen dann bereits die Abschlussprojekte: Drei Roboter sollten je eine Aufgabe aus dem Alltag lernen: Der erste Roboter sollte eine Button-Maschine vollautomatisch bedienen, der zweite Roboter einen Cocktail zubereiten (natürlich alkoholfrei!) und der dritte Roboter eine Mahlzeit auf einem Teller anrichten, diesen in eine Mikrowelle stellen, die Mikrowelle in Betrieb nehmen und den Teller anschließend wieder aus der Mikrowelle herausnehmen – selbstverständlich ohne Verlust des Essens!

Am frühen Nachmittag des dritten Tages konnten dann die Ergebnisse präsentiert werden. Alle Gruppen konnten den Roboter erfolgreich programmieren, so dass dieser die gestellten Aufgaben bravourös lösen konnte. Insgesamt eine sehr wertvolle Erfahrung, die eventuell die eine oder andere Berufswahl durchaus beeinflussen könnte. Der Förderverein des Gymnasiums hat diese Exkursion durch einen namhaften Betrag unterstützt, dafür möchten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer nochmals herzlich bedanken!

   
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