Oregon-Fahrten

Berichte zu den Oregonfahrten

Frühstück um 8. Alle noch im Halbschlaf. Auf einmal. Laut. Schrill. "Alaarm, Alaarm."

Einige schon ganz rattig. Wahrheit kam enttäuschend, Shirley Box erschnüffelte die Ursache. Im Nachbarhaus war ein Toast angebrannt. Aber Shirley hatte keine Lösung für unsere gequälten Ohren. Endlich zeigte 196 wahre Größe. Mit einem beherzten Griff löste er dieses Problem, jedoch musste er vor dem Nachfolgendem kapitulieren. Wir bekamen den Bericht über unsere Schule vom Qualitätssender "RTL" zu sehen, welcher unsere Selbstständigkeit durch Dalton hervorrief. Anschließend machten wir uns für den Tag fertig... völlig ruhig, strukturiert und SELBSTSTÄNDIG.

Danach brachen wir mit Orientierungsweltmeister McWilli zur "Union Gospel Mission" nach Downtown auf. Dort angekommen lieferten wir uns eine regelrechte Klamottenschlacht, bei der es einen psychisch Verwundeten zu beklagen gab. Er hört auf den Namen Hans, unser Jäger und Sammler... dieses Mal fand er einen Tanga. Als unsere Schlacht und unsere Mission beendet waren, wurden wir von der Leiterin der Union Gospel Mission überschwänglich verabschiedet und unsere Effizienz gelobt. (a true German!).

Der Doc ist unqualifiziert, Frauenoberbekleidung zu sortieren, deshalb fotografiert er besser, klamüsert Bügel auseinander...
... oder sortiert Saucen in Plastikbeutel ein.
Jedenfalls geht so echte deutsche, effiziente Fließband-Akkord-Arbeit.
Die Helden der Arbeit - alles weggeschafft, was ging ;-)

Da wir die letzten Stunden abgeschottet von der Sonne in über-klimatisierten Räumen verbrachten, beschlossen wir mit Orientierungsweltmeister McWilli, dem jungen, gutaussehenden Doc Braun, Elsa und Regenbogen den International Rose Garden aufzusuchen. Nicht für alle war dieser Ausflug leicht zu meistern, vor allem nicht für diejenigen, denen der Kampf vom Lincoln City Beach noch in den Knochen steckte. Dort angekommen gab es nicht nur wundervolle Rosen zu bestaunen, jedes der männlichen Geschöpfe durfte auch an den Blumen schnuppern (Fotobeweise vorhanden, für McWillis irgendwann mal weltberühmte und dann unbezahlbare Fotoserie "Männer riechen an Blumen".)

Beweis 1: "Männer riechen an Blumen - Bjarne H."
Beweis 2: "Männer riechen an Blumen - Maltes Finn M."
Erwerben Sie Fotos jetzt,solange sie noch bezahlbar sind!

Die im Rose Garden befindliche Bühne inspirierte McWilli dazu, alle Reisenden in Pinguine und Kraniche zu verwandeln, Slomo-Fights zu inszenieren u.a.. Der Sinn dieser Übungen war nicht allen klar, deshalb spielten wir lieber stille Post. (Der Lösungssatz wird an dieser Stelle nicht genannt.)

Der Kranich
knockdown

Es war definitiv ein schöner Tag... nein, Spaß!

Dies war ein gehaltvoller Bericht

Entspannter Morgen endet mit einem Hilferuf aus dem Police Department!

Traum aller Schüler - Frühstück IN DER WOCHE um 8:30 Uhr. Fast Luxus. Aber nur fast.
Danach ging es zum MLC. Fast eine normale Schule. Aber nur fast. Das MLC ist eine alternative Schule für Kinder vom Kindergartenalter bis zur 12. Klasse und ist kunstorientiert. Der "Unterricht" geht also noch freier zu als in unserer Daltonschule. Das ist schon eine Leistung. Die Schüler sind sogar eher auf freundschaftlicher Ebene mit ihren Lehrern. Ob man das wirklich möchte, ist eine andere Sache.

Natürlich wurden Präsentationen gehalten. Dieser Satz spricht für sich. Präsentationen. Lucis Albtraum begann. Englisch ist schon was anderes. Auf die Sprache hatte man sich auch gar nicht eingestellt, als man sich für die Amerika-Fahrt beworben hat. Nachdem alle, auch Luci, mehr oder weniger gelungen fertig mit ihrer Präsentation waren (Luci: Wir sind stolz auf Dich), ging es zum Speed-Dating.

Die Präsentations-Hölle

Partner fürs Leben wurden LEIDER nicht gefunden. Ein Pärchen reicht dann doch wirklich aus. Grüße gehen an dieser Stelle raus an Antje und Peter. Dafür haben wir gelernt, dass man Menschen akzeptieren soll. Egal wer sie sind, egal was sie tun. Ob sie nun Pilze essen oder mehrmals gegen eine Wand laufen. Die MLC hat sie alle. MLC-Schüler haben uns gezeigt: staatliche Schulen sind was Tolles und egal wie komisch etwas ist, es geht immer komischer. Es war eine nette Erfahrung. Nett.

Speeddating in MLC-Aula

Erlöst und völlig bereit für eine Auszeit hatten wir finally Freizeit. Schweren Herzens ließen unsere Lehrer uns gehen. ALLEIN. IN DIE WEITE WELT. Manche waren shoppen, andere sind bei Taco Bell zum Entschluss gekommen, dass sie in diesem Leben keine Mexikanerinnen mehr werden und wie immer gibt es die Sorte von Menschen, die immer wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren. Oder halt zu Lehrern.

Pünktlich um halb vier ging es los zum Police Department. Zu viel Freiheit wäre ja nicht gesund gewesen ... hust hust. Alles fing an mit einer Führung durch das Department. Dann ging es ganz schnell. Wir hatten Jungs in einer Zelle, Anprobe von schweren Bombenanzügen (gerade Gruppenzwerg "Koch" wollte diesen Anzug anprobieren. Sehr schön), Models vor Polizeiautos und andere Models beim Burrito essen.

Bombsuit light
Bombsuit heavy
Models 1 und 2

Nachdem wir uns noch sehr krasse Fälle anhören durften, gab es einen kleinen Zwischenfall mit Model Nummero zwei (Rang nicht nach Schönheit gegeben...okay vielleicht). Jeder möchte ja mal im Fahrstuhl den Notfallknopf drücken. Dann auch noch mit dem Popo. Models sind ja nicht umsonst Models.

Danke Doro dafür

Mit der Bahn ging es dann zum Hostel, wo uns der gutaussehende, jugendliche Herr Braun gebabysitted hat.

Es war ein sehr schöner Tag (man darf ja nicht immer gute Sätze bringen. Manchmal reicht auch Schüleraufsatz-Satz Nummer 1).

   
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