Donnerstag. Schon wieder acht Uhr morgens und schon wieder ein Hilfeschrei, wie auch sonst. Alarmstufe Käse.

Diesmal war es nicht der Feuermelder, der Unruhe stiftete, sonder der junge, unzufrieden und gutaussehende Doc Brown. Der Käse war leer. Was für ein Skandal. Geschwächt durch den Käsemangel, führte und der Doc Brown mit letzter Kraft zum Bus-Stop, wo es mit dem Bus weiter zum Kajaking gehen sollte. Erleichterung kam, als er sich im Bus neben topgestylten amerikanischen Mitbürger setzen konnte. Doch der nächste Schock. Der Bus fuhr an der gewünschten Haltestelle vorbei. Zu Fuß nahmen wir die Extrameilen auf uns und bewiesen, dass wir auch über das Verlangte hinausgehen können (an dieser Stelle ein Gruß an Lou). Am Ziel angekommen, der nächste Schrei. Dieses Mal von Elsa, die beinahe in einen Hundehaufen trat. Ausgestattet mit Booten ging es für den ersten Teil der Gruppe aufs Wasser.

Vor dem Vergnügen muss allerdings erstmal geackert werden
Rein ins Vergnügen?

Doch auch hier erging es dem Doc nicht besser. Durch das Fotomachen abgelenkt fiel es Davidov leicht, dem Doc das Paddel zu entreißen und ihn hilflos auf hoher See zurückzulassen. Da wir lernen sollen in einer Gruppe zu überleben, erwies Gruppenzwerg ,,Koch" Teamfähigkeit und erlöste den Doc.

Kayaking kann das reinste Vergnügen sein...
... schon fast etwas Meditatives haben
...

Aber McWilli erging es mit der zweiten Gruppe nicht besser. Gnadenlos stürzte er sich in den Kampf um Leben oder Kentern mit seinen Schützlingen und dieses Mal erlangte er einen kleinen Erfolg. Das Boot kenterte nicht (ob das aber an McWillis oder Nessis Geschicklichkeit lag, bleibt ungeklärt).

... oder in eine Seeschlacht ausarten:
Die Kombattanten haben ihr Ziel ausgemacht...
... sammeln sich...
... und das Ziel ist gestellt. Die epische Seeschlacht kann beginnen...
... aber die Gegenwehr ist unerwartet stark...
... nach der Schlacht, die mit einem Unentschieden endete, trafen sich die Kombattanden doch alle wieder friedlich an Land. Leider sind wir in Trump-Country und die Zensur hat zugeschlagen, da der Weltöffentlichkeit so viel geballte männliche Schönheit nicht zuzumuten ist.

Nachdem sich einige Im Willamette River erfrischt hatten (der übliche Weg, nass zu werden), ging es zurück ins Hostel, wo wir kurze Zeit später unseren Special Guest empfingen. Der 6´4 ft große Lou Radja, der seine Größe durch das Essen von Mangos erreichte und trotzdem kleiner als 196 ist. Der Motivationsredner Lou teilte seine Geschichte und Erfahrungen mit uns und inspirierte dabei den ein oder anderen.

Jambo - The incredible Lou & his German highschool friends

Überraschung. Das Abendessen gab es das erste Mal von Elsa und unserem Boss. Die leckeren Nudeln mit Meatballs ließ unsere Boys aufblühen und die Justin Bieber-Fans unter ihnen kamen zum Vorschein. Doch das Mahl verursachte auf dem Jungenzimmer das erste verstopfte Toilettenrohr. Schick wie immer, nahm Pömpelmeister Bjanni das Problem selbst in die Hand und beseitigte kurzerhand das Problem. 

Auch dieser ereignisreiche Tag neigte sich dem Ende zu und Doc Brown kann sich nun von den Strapazen erholen.

   
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