Tag eins. Ein Schrei. 4 Uhr morgens. Jungszimmer. 11 Lauch und eine Kartoffel senkrecht im Bett. Ein deutsch-polnisch-niederländisches Gewächs windet sich krampfgeschüttelt im Bett - für drei Sekunden. Zeit zum Aufstehen, Tag eins in der Jetlaghölle beginnt...

Zunächst nahmen wir ein ausgewogenes, reichhaltiges, vielfältiges und gesundes, FAST zuckerfreies Frühstück zu uns. Toast mit Marmelade und Marmelade mit Toast. Dazu köstliches Leitungswasser mit einem Schuss Chlor - was will das Gourmetherz mehr? Danach machten wir uns mit dem Orientierungsweltmeister auf den Weg um NW Portland zu erkunden.

Führung mit dem Orientierungsweltmeister
Spricht der Baum zu Elsa?

Zwei Supermärkte später erlebten wir auch schon die erste Enttäuschung: Bei der "glow in the dark" Schokolade leuchtete nämlich NUR die Verpackung und NICHT die Schokolade selbst. Und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, mussten wir die Verpackung auch noch erst mit Taschenlampenlicht aufladen und die Schokolade schmeckte komplett sch****, wovon besonders unser süßes Lebensgartenkind mental sehr betroffen war.

Süß, süßer, am süßesten

Direkt nach der Erkundung machten wir in Gruppen eine Schnitzeljagd, um noch mehr über die Umgebung zu erfahren (entschuldigung für diesesn komplett unlustigen Satz). Am Nachmittag gingen wir dann nach Downtown, wo wir etwas Zeit zum Bummeln bekamen und die Auswirkungen des Drogenkonsums bei einigen Passanten/Performern/xxx beobachten konnten. Später gingen wir zu Powells, den wohl größten Buchladen, den wir je gesehen haben. Alle haben sich dort, mehr oder weniger freiwillig, ein Buch gekauft. Somit waren die ersten Lebensziele erreicht (Talken mit den Amerikanern, verbotene Bücher kaufen).

Powell's: Hier werden Bibliophilen-Träume wahr

Am Abend schauten wir uns noch "the swifts" an: https://audubonportland.org/local-birding/swiftwatch. Dort sammelten sich sehr viele Schwalben, um dann, kurz nach Sonnenuntergang, alle in einen großen Schornstein hinein zu fliegen. Nur leider hat dies nicht ganz so gekappt. Fazit: Diese "Kack"-Vögel (5 Teilnehmer mit ungewolltem Souvenir) wollten nicht in den Kack-Schornstein hinein. Also saßen wir dort eine halbe Stunde für nichts, während nebenan das reinste Spielplatzparadies auf uns wartete. Enttäuschung Nummer zwei an diesem Tag, besonders für unser Lebensgartenkind. Endlich zurück im Hostel, hat unsere "Koch" Gruppe ein besonders kreatives Abendessen zubereitet. Frühstück 2.0 also. Anschließend folgte das Highlight das Tages: das Schreiben dieses einzigartigen, vorbildlichen Berichts. In Begleitung vom Wasser speienden Willi und dem gutaussehenden, jungendlichen Herrn Braun enstand also dieses Meisterwerk. Leider können Elsa und Regenbogen nicht an dieser Feierlichkeit teilnehmen, da diese schon schlafen.

P.S. für die Ernsthaftigkeit dieser Zeilen kann keine Gewähr übernommen werden.

P.P.S. Weitere, hoffentlich ebenso geniale wie kreative Beiträge ;-) werden unter "Schulleben" -- "Berichte von..." -- "Studienfahrten" -- "Oregon" bereitgestellt.

   
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