Mit der Leitfrage ,,Wie passen verantwortungsvolles Handeln und wirtschaftlicher Erfolg zusammen?" haben wir uns, vom 27.10.-29.10.2017 in einem Seminar in der Heimvolkshochschule Loccum, beschäftigt. Dazu zählt unter anderem eine nachhaltige und soziale Geschäftsführung oder Produktionsstrategie. Unsere Dozentin war Inga Lücking, die uns sehr freundlich und hilfsbereit durch das Wochenende geführt hat. Wir waren 14 Schüler und Studenten zwischen 16 und 25 Jahren. Durch die Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit aller Teilnehmer entstand schnell eine angenehme, freundschaftliche Arbeitsatmosphäre.

Am ersten Abend hatten wir eine Einführung in das Thema CSR, eine Nachhaltigkeitsstrategie, um erst einmal allgemeine Kenntnisse über dieses Unternehmenskonzept zu erlangen. Dabei haben wir gelernt, dass Nachhaltigkeit auch ein Faktor für wirtschaftlichen Erfolg sein kann, es jedoch immer auf das Unternehmen angepasst sein muss. Dafür muss jede Firme mit Instrumenten, die auf ihr Leitbild und ihre Werte angepasst sind, handeln. Indem man Werte wie z.B. Transparenz, Verantwortung, Innovation, Gerechtigkeit, Respekt, Kultur usw. vertritt, kann man durch z.B. Marketing das Ansehen der Firma in der Öffentlichkeit steigern, seinen Erfolgsfaktor erhöhen, den Marktwert steigern, Kundenbeziehungen optimieren oder auch attraktiver für neue Mitarbeiter sein und die Motivation und Identifikation der Mitarbeiter erhöhen. ,,CSR ist die Verantwortung von Unternehmen für die Auswirkungen ihres Handels auf die Gesellschaft. Dies umfasst soziale, ökologische und ökonomische Aspekte. Konkret geht es beispielweise um faire Geschäftspraktiken, mitarbeiterorientierte Personalpolitik, sparsamen Einsatz von natürlich Ressourcen, Schutz von Klima und Umwelt und ernst gemeintes Engagement vor Ort."1

Samstag startete unser Tag mit Vorträgen von mehreren unterschiedlichen Firmen und ihrem Umgang zu dem Thema Nachhaltigkeit. Dazu stellten uns Frischli, Goldbeck, die Heimvolkshochschule und BASF ihre Konzepte vor. Anschließend hatten wir noch Zeit für eine Fragerunde. Am Nachmittag sollten wir ein eigenes fiktives Unternehmen basierend auf einem CSR-Konzept gründen und ausarbeiten. Dazu gehörte ein Leitbild, die Einbindung in das Kerngeschäft, die Einbindung der Stakeholder (Geschäftspartner, Zulieferer, Verbraucher usw.) und die Einbindung der Shareholder (Inhaber). Danach haben wir uns konkrete Maßnahmen und Projekte ausgedacht. So kann man z.B. ein festes Budget für soziale Projekte einplanen und Verantwortung für ökologische und soziale Folgen des eigenen Handelns übernehmen. Am Abend haben wir uns in kleinen Gruppen verschiedene Unternehmen angeschaut und uns mit deren Unternehmensleitbilder und Werten auseinandergesetzt. So konnten wir mehrere Unternehmen und deren Wirkung vergleichen.

An unserem letzten Tag haben wir dann unsere ,,Unternehmen" präsentiert (wir waren drei Gruppen und hatten somit drei Unternehmen). Unsere ,,Unternehmen" bestanden aus einem Pilzmöbelunternehmen, einem Roboterunternehmen und einer Cafe-Kette. Nach einer Feedback-Runde war das Seminar dann auch leider schon wieder vorbei. Bei der Heimvolkshochschule Loccum möchten wir uns für die fabelhafte Verpflegung bedanken. Ein besonderer Dank geht an den Rotary-Club, welcher uns diese einmalige Gelegenheit ermöglicht hat. Wir haben sehr viel Neues gelernt, neue Kontakte geschlossen und hatten sehr viel Spaß.

Lasse (Jahrgang 11), Katharina (Jahrgang 12) 1 Bundesministerium für Arbeit und Soziales, online

   
© (c) Gymnasium Stolzenau 2013, 2014, 2015