Wir über uns

Die Schülerruderriege (SRR) ist 1986 von Herrn Hamann gegründet worden und seitdem wird in Stolzenau gerudert. Nach den ersten Anfangsjahren haben sich der Bootsbestand und die Möglichkeiten für den Rudersport stark erweitert. Die Schüler können in den verschiedenen Bootsklassen (Einer, Zweier und Vierer) das Rudern erlernen, sich auf Wettkämpfen (Regatten) mit anderen vergleichen sowie auf Wanderfahrten unterschiedliche Gewässer und neue Orte kennenlernen.

Die Schülerruderriege ist jedoch nicht allein ein Sportangebot der Schule. Die Schüler werden hier vielfältig gefordert, wie sie den Aktivitäten weiter unten entnehmen können. Die SRR setzt sich aus Schülern und Schülerinnen aller Schuljahrgänge zusammen. Die Anfänger werden zunächst in den Sport eingeführt, um mit einer Mannschaft ein Ruderboot auf der Weser zu bewegen. Die Ausbildung übernehmen neben uns Protektoren auch erfahrene Schüler. Die Sicherheit auf dem Wasser hat dabei oberste Priorität (siehe auch Fahrt- und Ruderordnung). Die Schüler üben zunächst im strömungsfreien sehr flachen Hafenbecken im Mannschaftsboot (Vierern). Jeder Schüler muss zu Beginn seine Schwimmfähigkeit (mind. Bronze) nachweisen. Das Steuern unter Aufsicht ist ein weiterer Lernpunkt. Im Winterhalbjahr findet eine theoretische Ausbildung zum Steuern statt, die mit einer Prüfung abschließt. Entsprechend dem Lernfortschritt und dem Leistungswillen folgt dann das Training in Klein- oder Großbooten, um die Schüler auf Regatten vorzubereiten. Der Könnensstand ist auch ausschlaggebend, ob eine Schülerin/ ein Schüler die nächste Anfängergeneration ausbildet.

Dieses Geben und Nehmen dient einerseits dem Gruppengefühl, soll aber andererseits dem Einzelnen Möglichkeiten schaffen, seine soziale Kompetenz zu stärken, seine Rolle in der Gruppe als dynamischen Prozess zu verstehen.

Was machen wir?         

1) Wir treffen uns mindestens einmal pro Woche zum Rudern auf der Weser. Zurzeit immer freitags von 13.45 Uhr bis 16.00 Uhr am Bootshaus an der Weser (Hafenbecken).

2) Wir unternehmen spannende, erlebnisreiche Wanderfahrten oder Ruderlager auf verschiedenen Gewässern und schlafen in Bootshäusern anderer Rudergruppen (Weser, Fulda, Alster (Hamburg), Ems, Spree /Wannsee (Berlin).             

3) Wir fahren zu Wettkämpfen - Regatten genannt - z.B. nach Hannover mit Anfängern und leistungsstärkeren Ruderern.

4) Auch im Winter sind wir aktiv: Ergometerfahren und Ergometerwettkämpfe, Training in der Sporthalle, schwimmen, Boßeln, Steuermannsausbildung (Theorie), Videoanalysen (Technik) und vieles mehr.

5) Mit Arbeitseinsätzen halten wir unser Material und das Hafengelände in Ordnung. Dazu zählen u.a. kleinere Reparaturen an den Booten, Schleif- und Lackierarbeiten und Einsätze im Frühjahr und Herbst im Hafenbecken.  

Am Anfang eines jeden Schuljahres erstellen wir einen Terminplan, der u.a. in der Infoecke der SRR aushängt. Die Rudertermine sollten regelmäßig genutzt werden.

Wir von der Schülerruderriege sind mit dem Ruderclub Stolzenau gemeinsam in einem Bootshaus untergebracht. Wie überall, wo die Interessen vieler Menschen gebündelt werden, gibt es Regeln. Sie entwickeln sich aus der Gemeinschaft und dienen dem freundlichen Miteinander und der sorgsamen Nutzung der Ressourcen. Jeder sollte darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden.

          Grundregeln

  1. Die Teilnahme am Ruderbetrieb erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
  2. Wer am Ruderbetrieb teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Es gelten die vereinbarten Regeln für ein soziales Verhalten.
  3. Keine Ballspiele in der Nähe lagernder Boote
  4. Ob- bzw. Steuerleute dürfen nicht durch Alkohol, Medikamente, Übermüdung oder Drogen beeinträchtigt sein. Es gilt ein generelles Rauchverbot.
  5. Mitglieder und Gäste haben bei der Ausübung des Sports die Grundsätze des Naturschutzes zu beachten.
  6. Die Sicherheitsrichtlinie des Deutschen Ruderverbandes ist Bestandteil dieser Ruderordnung.

          Anforderungen an Bootsobleute

  1. Bootsobleute müssen mindestens 14 Jahre alt sein.
  2. Sie müssen nachweisen, dass sie verantwortlich ein Ruderboot als Bootsobmann führen können.
  3. Sie kennen die gesetzlichen Bestimmungen für ihr Hausrevier, die Sicherheitsrichtlinie des Deutschen Ruderverbandes, diese Ruderordnung sowie die Hinweise und Ratschläge des Weltruderverbandes (FISA) zur Ausübung eines sicheren Rudersports in der vom DRV herausgegebenen redigierten Fassung.
  4. Sie dürfen ohne Aufsicht ein Boot führen. Bei Minderjährigen gilt dies nur, wenn dazu eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorliegt.

   

Beschreibung des Hausrevieres

Das Hausrevier umfasst den Abschnitt der Weser zwischen den Schleusen in Schlüsselburg und Landesbergen. Es gilt die Binnenschifffahrts-Straßenordnung. Die Berufsschifffahrt hat absoluten Vorrang und muss keine Rücksicht nehmen.

Folgende Gefahrenpunkte sind im Hausrevier besonders zu beachten:

  1. Im Hafenbecken muss bei vorbeifahrenden Binnenschiffen mit einer großen Sog und einer anschließenden Hafenwelle gerechnet werden. Boote können in Stegnähe aufgrund des Verschlammungsgrades trockenfallen bzw. mit der Flutwelle gegen den Steg gedrückt werden.
  2. Bei der Ausfahrt aus dem Hafenbecken ist zu überprüfen, ob die Weser frei überquert werden kann (Binnenschiffe und andere Boote).
  3. Generell ist in den Innenkurven der Weser zu rudern. Vom Hafen wird die Weser sofort zur „Leeser Seite“ überquert.
  4. Stromab muss mit Binnenschiffen gerechnet werden, die aus den angrenzenden Kiesteichen in die Weser einfahren. Am Kraftwerk ist die Wasserentnahmestelle in notwendigem Abstand zu passieren.
  5. Entlang des Ufers muss mit Angelschnüren gerechnet werden, die weit in die Weser hineinreichen.

 

  • Die ausreichende Schwimmfähigkeit aller, die ins Boot einsteigen, ist zwingend erforderlich (mind. Freischwimmer/Deutsche Jugendschwimmabzeichen Bronze).
  • Boote und Zubehör müssen schonend behandelt werden, deshalb sollten die Boote immer mind. zu zweit und nie an den Auslegern und Stützstreben getragen werden.
  • Ohne Aufsicht durch einen Trainer oder Ausbilder der Ruderriege darf eine Mannschaft (auch Einer) nur fahren, wenn ein berechtigter Bootsobmann im Boot sitzt und die Verantwortung trägt. Er ist für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, der Sicherheitsrichtlinie des Deutschen Ruderverbandes und dieser Ruderordnung verantwortlich. Im Notfall muss der Bootsobmann abwägen, ob der Verbleib am Boot die beste Lösung ist.
   
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