Vom 06. bis 09. Juni reiste eine Auswahl von 16 Ruderern von der 6. bis zur 10. Klasse der Schülerruderriege des Gymnasiums Stolzenau nach Berlin.

Nachdem die Boote auf den Anhänger verladen worden sind, reisten eine Gruppe mit dem Zug und die andere Gruppe mit dem Gemeindebus und den Booten nach Friedrichshagen. Der Friedrichshagener Ruderverein beherbergte die Ruderer in seinem 125 Jahre altem Vereinshaus direkt an der Müggelspree. Am Abend wurde zusammen gekocht und die Gewässerkarten für die erste Ausfahrt studiert.

Am Mittwoch war eine ca. 30km lange Rundfahrt über den Müggelsee, durch den Gosener Graben und den Seddinsee zurück zum Friedrichshagener Ruderverein geplant. Der starke Wind bis 7Bft machte jedoch schon das Überqueren des Müggelsees zu einer spannenden Fahrt. Im ruhigen Gewässer ging es dann vorbei an prächtigen Häusern und Gärten weiter bis zum Gosener Graben. Hier wurden die Steuerleute stark gefordert, da in dem schmalen Graben mit scharfen Kurven auch einige Bäume quer knapp unter der Wasseroberfläche lagen.

Am Seddinsee waren der Wind und die Wellen jedoch so stark, dass schon viel Wasser in die Boote hereinbrach und sich alle für den Rückweg entschieden. Dicht am Ufer und mit angelegten Schwimmwesten überquerten die Ruderer an der windgeschützten Seite nochmals den Müggelsee und erreichten dann sicher und froh den heimischen Steg.

Nach einer kurzen Erholung wurden noch am Abend das Brandenburger Tor und der Bundestag besichtigt.

Am zweiten Tag ging es einmal quer durch die Stadt durch den Landwehrkanal nach Spandau. Drei Schleusen mussten dabei auf der ca. 40km langen Strecke bewältigt werden. Nach dem grünen Friedrichshagen und Köpenick wurde es immer urbaner. Entlang von S-Bahn Trassen ruderten alle gemeinschaftlich Richtung Westen. Der Landwehrkanal bietet dabei zahlreiche Rastmöglichkeiten u.a. direkt am Zoo. Nach einem kräftezehrenden letzten Teilstück erreichten alle erschöpft aber glücklich das Gelände der Ruder Union Arkona. Einige sprangen gleich ins erfrischende Wasser während das Grillteam das Abendessen vorbereitete. Bei einem kleinen Klavierkonzert schliefen alle zufrieden in ihren Schlafsäcken ein.

Am Freitag wurde gemeinschaftlich beschlossen die Strecke aufgrund der Wetterlage (viel Wind und hohe Temperaturen) und des Erschöpfungsgrades etwas abzukürzen. Das Ziel war diesmal das Bootshaus der Schülerruderriegen Berlins am Wannsee. Bei einigen Pausen sprangen auch hier nochmal einige in das kühle Nass.

Begeistert von den vielen Endrücken machten sich die Ruderer wieder auf dem Heimweg und gegen 22 Uhr kamen alle glücklich in Stolzenau an.

Vielen Dank noch einmal an den Förderverein, der die Ruderriege mit einem Satz neuer Skulls unterstützt hat. 

   
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